QumeTrak 842 - 8 Zoll Floppy Laufwerk, 1982
Als Student arbeitete ich in einem Forschungsinstitut. Dort lief Ende der 80iger Jahre noch die eine oder andere VAX (an einer VAX 750 habe ich noch gearbeitet). Eines Tages wurden diverse Altgeräte entsorgt und standen ein paar Stunden auf dem Flur herum. Leider hatte ich da keinen Lastwagen :-)Immerhin habe ich mir eines der 8 Zoll Laufwerk mitgenommen, die an den VAXen hingen und stelle dieses Laufwerk hier vor.
Das Laufwerk ist ein QumeTrak 842. Es wiegt etwa 6 Kilogramm und hat die Abmessungen 370mm (Tief) x 217mm (Breit) x 117mm (Hoch). Das Laufwerk ist zum damaligen Quasi-Strandard Shugart SA850 kompatibel. (Hintergrundartikel zu Floppies bei Wikipedia)
Eine 8 Zoll Floppy fasst immerhin 1,2MBytes bei Double Density und Double Sided Nutzung. Die Floppy wurde bei einer Geschwindigkeit von 360 U/min eingesetzt und erlaubte Transfer-Raten von 500KBit/s.
Das Laufwerk verbraucht im Betrieb laut Handbuch maximal 55 Watt (kein Witz!).
Der Schrittmotor für die Kopfpositionierung. Ein Riesenteil, aber der Motor für die Rotation der Floppy ist noch viel größer (siehe weiter unten)...
Blick auf eine Lichtschranke (hier wird der Schreibschutz der Floppy gelesen. Desweiteren ist in der Floppy ein Loch, mit dem das Laufwerk eine komplette Drehung erkennen kann).
Anschlüsse
Das Qumetrak 842 besitzt zur Verbindung mit der Aussenwelt drei
Anschlüsse:
- DC Connector
- AC Connector
- Signal/Daten-Anschluß
Die Signal/Daten-Anschlüsse des Qumetrak sind TTL-kompatibel und
Active-Low.
Anschlußbuchse 1 von 3
Dies ist der "DC Connector" und dient der Versorgung des Geräts mit
+5V/+24V. Er besitzt 6 Pole (0V/+24V/0V/+5V/2xungenutzt).
Die +5V werden laut Handbuch mit maximal 1,3A belastet. Die +24 V
werden mit max. 1A belastet.
Anschlußbuchse 2 von 3
Dies ist der "AC Connector" P0/J0 und dient der Versorgung des AC Motors
mit Netzspannung (230V). Der Connector hat 3 Pins (AC, Gerätemasse, AC).
Die 200/230V werden mit maximal 0,4A belastet.
Der Datenanschluss Connector J1 besitzt 50 Kontakte, die auf der
Controller-Platine
beidseitig aus je 25 Kontakten gebildet werden.
Jumperleisten
Auf der Controller-Platine finden sich diverse Jumperleisten um das
Laufwerk in unterschiedliche Rechnerumgebungen integrieren zu können.
Diese Jumperleiste ... (muß ich noch rauskriegen)
| TP |
Testpunkt (?) |
| +17 |
|
| +12 |
|
| +6 |
|
| 5 |
|
| 4 |
|
| 3 |
|
| 2A |
|
| 2B |
|
| 1A |
|
| 1B |
|
| GND |
|
Der Shunt besteht aus 8 Drahtbrücken, die einfach unterbrochen
werden können (eine der Brücken, wohl die ganz rechts, ist ungenutzt).
Wie man sieht, sind drei der Brücken unterbrochen worden.
| A |
Radial HEAD LOAD |
| B |
Radial HEAD LOAD |
| X |
Radial HEAD LOAD |
| R |
READY alternate output pad |
| I |
INDEX alternate output pad |
| Z |
IN USE from DRIVE SELECT |
| HL |
Stepper power from HEAD LOAD |
Diese Jumperleiste ... (muß ich noch rauskriegen)
| T40 |
|
| HA |
|
| GND |
|
| Y |
IN USE from HEAD LOAD(?) |
| DL |
|
| DS |
Stepper power from DRIVE
SELECT(?) |
| GND |
|
Mittels der Drive Select Jumperleiste kann die Verwendung mehrerer
Laufwerke an einem Computer gesteuert werden. Bis zu 8 Laufwerke können
in zwei "Daisy Chains" a 4 Laufwerke verwendet werden. Dazu
existieren 4 Drive Select Pins DS1-DS4, (aber nur) aus drei dieser Pins
kann die Laufweksnummer gebildet werden. Im Bild hat das Laufwek die
Drive Nummer 1 (es gab also vermutlich noch mindestens ein
weiteres Laufwerk, das Laufwek 0 an der Maschine).
| DS1 |
Drive Select 1 |
| DS2 |
Drive Select 2 |
| DS3 |
Drive Select 3 |
| DS4 |
Drive Select 4 |
Diese Jumperleiste ... (muß ich noch rauskriegen)
| 2S |
Alternate Output DISK 2 SENSE (?) |
| DC |
Alternate Output DISK CHANGE (?) |
| D |
Alternate Input IN USE(?) |
| C |
Alternate Input HEAD LOAD(?) |